Die Neunziger Leerstand und Verfall ab 1993
Mit der Wende kam auch das Ende dieser Kurhaus-Ära. Begleitet von Entlassungen und der Abwicklung durch die Treuhand lief der Betrieb noch bis zum Herbst 1993. Danach verliert das Gebäude auf dem Schifferberg seine ursprüngliche Bestimmung als Herberge und verfällt in den 90er Jahren zusehends. Berühmtheit erlangt das Haus in dieser Zeit nur noch als Kulisse für kulturelle Aktionen. Im Februar 2008 beispielsweise inszeniert der Berliner Künstler Philipp Geist mit der Videoinstallation "time lines" einen Teil seiner Ausstellung "Zeiten und Räume" in der Ruine. Er verzichtet auf den Einsatz von Leinwänden und projiziert direkt von innen auf die Fensterfront des Kurhauses. Dabei setzte Geist vor allem auf das Zusammenspiel zwischen der maroden Bausubstanz des Gebäudes und seinen abstrakten, geometrischen Videoarbeiten.